Ausstellung LESELAND DDR in Staucha eröffnet
Es war ein erfolgversprechender Auftakt. Etliche Rückmeldungen haben gezeigt, dass diese Ausstellung doch sehr den Nerv der Generationen trifft, die zu DDR-Zeiten im Lesealter waren. Aber auch Gymnasien, Volkshochschulen, Ämter, Abgeordnetenbüros, Museen, die jetzt und später "Leseland DDR" zeigen, werden Interesse entwickeln - und sicher ab und zu auch für den Standort der Bibliothek in Staucha.
Aus Berlin waren die Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Anna Kaminsky, und der Kurator Dr. Ulrich Mählert gekommen.
Es war ein erfolgversprechender Auftakt. Etliche Rückmeldungen haben gezeigt, dass diese Ausstellung doch sehr den Nerv der Generationen trifft, die zu DDR-Zeiten im Lesealter waren. Aber auch Gymnasien, Volkshochschulen, Ämter, Abgeordnetenbüros, Museen, die jetzt und später "Leseland DDR" zeigen, werden Interesse entwickeln - und sicher ab und zu auch für den Standort der Bibliothek in Staucha. Erstaunlich ist, dass viele nicht-ostdeutsche Buchleser neugierig geworden sind.
Die Direktorin Frau Dr. Kaminsky berichtete in ihrem kurzen Grußwort über die Wirkung der Ausstellung. Über 750 Bestellungen der Ausstellung gibt es weltweit. Aus Asien, Nord- und Südamerika, auch aus vielen Städten aus dem Westen Deutschlands. Trotz aller Vorbehalte und unterschiedlicher Positionen hat sich die Stiftung bei der Erstellung der Ausstellung für die Zusammenarbeit mit der Peter-Sodann-Bibliothek entschieden.
Der Bürgermeister von Staucha, Dirk Zschoke, hob in seinem Grußwort die Bedeutung und Einmaligkeit der Peter-Sodann-Bibliothek für Staucha und international hervor.
Kurator Dr. Mählert verwies auf die gute Zusammenarbeit mit der Peter-Sodann-Bibliothek.
Herr Prof. Dr. Lokatis würdigte in seinem Vortrag die außerordentliche Bedeutung der Peter-Sodann-Bibliothek und die Leistung von Peter Sodann. Anhand mehrerer Beispiele bei der Beschaffung/dem Erhalt von Druckgenehmigungen stellte er die Entstehung von Büchern in der DDR dar.
Bernd Pawlowski, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Genossenschaft, betonte die Auseinandersetzung und das Ringen innerhalb der Peter-Sodann-Genossenschaft für die Zusammenarbeit mit der Stiftung.
Peter Sodann stellte nochmals den Grundgedanken der Sammlung dar, und zwar die Bücher für die Zukunft zu bewahren.
Alle Beteiligten haben trotz unterschiedlicher Grundpositionen zu einer Ausstellung beigetragen, über die man sehr intensiv und lang diskutieren kann und wird.
Die Ausstellung "Leseland DDR" kann zu den Öffnungszeiten der Peter-Sodann- Bibliothek eG von Dienstag bis Freitag von 8.00 bis 14.00 Uhr besichtigt werden.